Räume und Räumung

Das Thema Strom, namentlich eine illegal angezapfte Leitung, diente schliesslich am 7. Januar 2010 der Stadt als Vorwand, das Schulhaus der ASZ gewaltsam und ohne jegliche Vorankündigung zu Räumen. Stühle und Schulbänke wurden verschrottet, unser gesamtes Material (von Schulheften über Esswaren bis hin zu den Ölöfen) wurde in grossen Lastwagen abtransportiert. Das Gebäude wurde, indem sämtliche Fenster demontiert wurden, unbrauchbar gemacht und versiegelt.

Als Protestaktion wurde noch in der gleichen Nacht das Schulhaus Wengi, das zum Teil leer steht, symbolisch für einige Stunden besetzt. Die hervorragende, offensive Medienarbeit aller Beteiligten und Sympathisanten führte zu einem breiten Echo in Medien, Gesellschaft und Politik. Zahlreiche Solidaritätsbekundungen und Raumangebote erreichten den Verein und die Schule. Es wurde eine Unterschriftensammlung gestartet, bei der mittlerweile über 700 Personen unterschrieben haben. Von zwei Gemeinderäten der Stadt Zürich (und 48 Mitunterzeichnenden) wurde eine dringende schriftliche Anfrage eingereicht, die offene Fragen zur Räumung klären sollte.

Trotz der breiten Unterstützung durch Einzelpersonen, Exponenten aus Politik und Kultur sowie Vereinen, Parteien, Gewerkschaften und anderen Institutionen bedeutete die Räumung für den Verein „Bildung für Alle" und die Autonome Schule Zürich vor allem eins: die mutwillige und unverständliche Zerstörung von Infrastruktur und den Verlust eines gemeinsam, mit viel Engagement und Eigeninitiative geschaffenen Raumes, an dem man sich treffen konnte und gemeinsam Idee verwirklichte. Die Sabotage an unserem Bildungsprojekt lässt uns noch immer fassungslos.

Somit sind unsere Forderungen: Das Recht auf Bildung für alle muss durchgesetzt werden. Wir verlangen, dass ein selbstverwalteter Bildungsraum gewährt wird.

Verein Bildung für Alle

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