Die Anfänge an der Manessestrasse

In einem besetzen Bürogebäude an der Manessestrasse wurden erste Kurse mit ca. 30 Teilnehmenden durchgeführt. Da kein Geld zu Verfügung stand (die Kurse waren von Anfang an gratis), konnte durch die Nutzung eines besetzen Hauses Kosten gespart werden. Aus der Not wurde eine Tugend - die Vernetzung mit selbstverwalteten, alternativen Organisationen und Gruppierungen erwies sich als äusserst fruchtbar. Denn die Verknüpfung und die Teilnahme an selbstverwalteten Projekten zeigen Möglichkeiten auf, ein u.a. finanziell autonomes Leben zu führen. Dies soll die Teilnehmenden aus der ständigen «Verpflichtung zur Dankbarkeit» befreien.
Das Moderationsteam bestand anfangs aus drei Moderierenden, die zwei mal wöchentlich zwei Lerngruppen betreuten. Stetig wuchs die Gruppe der Lernenden und eine Problematik drängte sich immer mehr in den Vordergrund: für ein Grossteil der Teilnehmenden ist die Anreise zum Kurs eine schier unüberwindbare Hürde. Mobilität ist in der Nothilfe nicht vorgesehen und ein Ticket für öffentliche Verkehrsmittel ist bei einem Tagesbudget von 8.50 Fr. (in Form von Migros-Gutscheinen!) schlicht unerschwinglich.
Durch Finanzielle Unterstützung vom Bleiberecht-Kollektiv war es möglich, einzelnen Teilnehmenden einen 9-Uhr-Pass abzugeben. Die Gelder waren jedoch jeweils im Nu aufgebraucht und Möglichkeiten, das Geld aus eigenen Kräften zu akquirieren (z.B. durch Verkauf von Handwerksarbeiten) ist einerseits rechtlich heikel (Arbeitsverbot) und andererseits hätte dies unsere damaligen personellen und infrastrukturellen Ressourcen gesprengt. Mit Volksküchen und Festen konnten dennoch, einige Franken eingenommen werden.

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