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Di

11

Mai

2010

Protestaktion gegen die Inhaftierung des Bleiberecht-Aktivists Berhanu Tesfaye

Um gegen die Verhaftung von Berhanu Tesfaye und die Repression gegen alle illegalisierten MigrantInnen zu protestieren, rufen wir für heute Mittwoch, 12. Mai 2010, 17 Uhr, zu einer Protestkundgebung vor dem Kantosgefängnis Kaserne Zürich auf.

Berhanu Tesfaye, Aktivist beim Bleiberecht-Kollektiv und Kursleiter an der Autonomen Schule Zürich (ASZ) wurde gestern an der Bushaltestelle Kanonengasse verhaftet. Berhanu und zwei seiner Kollegen, ebenfalls abgewiesene Flüchtlinge, warteten auf den Bus, als ein Streifenwagen mit zwei Polizisten anhielt, um sie zu kontrollieren. Während die zwei Kollegen nach der Kontrolle nach Hause gehen durften, wurde Berhanu in Polizeigewahrsam genommen. Angeblich, weil seine Identität nicht festgestellt werden konnte. Mittlerweile wurde Berhanu ins Kantonsgefängnis Kaserne überführt. Diese Massnahme ist unverständlich. Die Polizei hätte seine Identität ohne Weiters innert kurzer Zeit beim Migrationsamt feststellen können. Wir müssen also befürchten, dass ihm eine längere Haft oder sogar die Ausschaffung bevorsteht.

 

Solche Vorfälle gehören zum Alltag aller illegalisierten Flüchtlinge in der Schweiz und somit zum Alltag im Schulbetrieb der Autonomen Schule Zürich. Illegalisierte Flüchtlinge können jederzeit und überall verhaftet werden. Berhanu ist der vierte Beteiligte unseres Projekts der ASZ, der in den letzten zwei Monaten festgenommen wurde. Die Konsequenzen der Polizeikontrollen, die vorwiegend Menschen dunkler Hautfarbe betreffen, sind unvorhersehbar und willkürlich. Einmal passiert nichts, wie bei den Kollegen von Berhanu. Ein anderes Mal werden die Illegalisierten festgenommen, manchmal für ein bis zwei Tage, manchmal für mehrere Monate. Sogar eine schnelle Ausschaffung ist möglich, wie im Falle der Kolumbianerin Denis Montana, die im September 2009 wenige Tage nach ihrer Festnahme widerrechtlich ausgeschafft wurde. Für Khaled Abuzarifa, Samson Chukwu und Joseph Ndukaku Chiakwa war die Konsequenz der Schweizer Asyl- und Ausländerpraxis sogar der Tod. Sie sind bei gewaltsamen Zwangsausschaffungen ums Leben gekommen.

 

Es ist höchste Zeit, dass die Schweiz mit einer kollektiven Regularisierung illegalisierter MigrantInnen einen mutigen Schritt weg von dieser heuchlerischen und unmenschlichen Politik macht.

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Fr

30

Apr

2010

KURSE BIS AUF WEITERES IN DER BARACKE

Alle unsere Kurse finden bis auf weiteres in der Baracke an der Hohlstrasse 170 statt (Bus 31 und Tram 8 bis Güterbahnhof).

 

Verein Bildung für Alle / ASZ

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Mi

21

Apr

2010

Baracken-Programm für die kommenden Tage

DAS PROGRAMM VOM 21. BIS 25. APRIL

Alle Veranstaltungen finden in der besetzten Baracke an der Hohlstrasse 170 statt: Tram 8 oder Bus 31 bis Güterbahnhof.

 

MITTWOCH, 21. APRIL

14.30-17.00: Deutschkurs für Menschen mit und ohne Papiere - kein Deutschkurs ist illegal!

18.30-20.00: Atelier

20.00: Abendessen

Ab 21.00: OPENAIR-KINO: KURZFILME DER BfA-THEATERGRUPPE, DANACH ZUERI BRAENNT!

DONNERSTAG, 22. APRIL

10.00-13.00: Deutschkurs

14.00: Theatergruppe

17.00-19.00: Capoeira

19.00-21.00: NEU - Deutsch-Abendkurs

20.00 (in der Pause des Abendkurses): Abendessen

FREITAG, 23. APRIL

14.00-17.00: Deutschkurs

19.00-20.00: NEU - Arabisch für Anfänger

Ab 19.00: MITBRING-BUFFET

Ab 21.00: KINO

danach: BAR

SAMSTAG, 24. APRIL

Ab 21.00: BAR UND KONZERT - DETAILS FOLGEN

SONNTAG, 25. APRIL

Ab 13.00: MITBRING-BRUNCH anschliessend Vollversammlung aller Interessierten

JEDE NACHT: Übernachten im Baracken-Schlafsaal (Schlafsack mitnehmen!)

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Mo

19

Apr

2010

Die neue Schule - Das Programm für Dienstag

Programm Dienstag 20.4.10:

Kommt vorbei – Hohlstrasse 170 – bei der Tramhaltestelle Güterbahnhof!

 

Ganzer Tag: Kaffee Trinken, Diskutieren, Jammen und alles und toll!

14.00: Capoeira

18.00: Sitzung Bildung für alle

20.00: Vokü

Wichtig: Je mehr Leute hier schlafen, desto besser - nehmt einen Schlafsack mit!

Bleiberecht / BfA / ASZ

 

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Sa

20

Feb

2010

Bewegungsdrang

TIEFGARAGE STATT HOCHPARTERRE

Soliparti für "unsereuni"

Ort: Badenerstrasse 438 (Hinterhof; ehemalige Autogarage)
Zeit: Samstag, 27. Februar 2010 21:00

 

  • coldeve (live)
  • bills for a russian cow (live)
  • micrometropolice
  • andaloop
  • p-tess
  • u.a.m.
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Di

26

Jan

2010

Squat-Gourmet in der ASZ

Am DIENSTAG 2. FEBRUAR 2010

serviert die ASZ AB 20:00 

an der Badenerstrasse 438

ein feines Menü.

 

gesucht wird: der Garten der Sehnsucht

VOKÜ UND SO

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Di

12

Jan

2010

ASZ-Soli-Fest

SOLI-PARTY FÜR DIE AUTONOME SCHULE ZÜRICH

Unterstütze die Autonome Schule Zürich beim Wiederaufbau!

Am 15.1.2009 ab 23:00 in der Kalki

(Kalkbreitestrasse 4, Tram 2/3, Bus 32/344 bis Lochergut)

PROGRAMM

  • Bass Odyssee (Drum & Bass)
  • Div. DJs
  • Solibar
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Sa

12

Dez

2009

Platzaktion 19.12.2009

"Immer noch da, immer noch ausgegrenzt!"

PLATZAKTION ZUM JAHRESTAG DER KIRCHENBESETZUNG

SAMSTAG, 19. 12. 09, 14 UHR VOR DER PREDIGERKIRCHE

 

  • Sofortige Abschaffung des Nothilferegimes und Aufhebung des Arbeitsverbots abgewiesener Asylsuchender!
  • Schluss mit den Ausschaffungen und der Ausschaffungshaft!
  • Kollektive Regularisierung aller illegalisierten Menschen in der Schweiz !

"Bleiberecht für alle!" Mit dieser Forderung haben wir, das Bleiberecht-Kollektiv, vor einem Jahr während fast drei Wochen zuerst die Predigerkirche, dann die Kirche Offener St. Jakob besetzt. Seither haben kirchliche Kreise das Solidaritätsnetz Zürich gebildet. Vor allem aber hat sich "von unten" einiges bewegt. Auf Initiative einer Gruppe von illegalisierten Flüchtlingen ist unter dem Dach der Autonomen Schule Zürich (ASZ) ein selbstverwaltetes Bildungsprojekt entstanden. Eine Schule als politische Aktion. Ein Emanzipationsprojekt, das einer grossen Zahl von Flüchtlingen eine Möglichkeit bietet, ihr Leben zumindest teilweise selber zu bestimmen und zu gestalten.

 

 

Die "von oben" diktierte Migrationspolitik bleibt aber unverändert!

Immer noch...

 

... gibt es viele Flüchtlinge, die keine Aufenthaltbewilligung bekommen, aber auch nicht ausreisen können. Diese Menschen sind total blockiert und werden vom Staat verwaltet.

 

... leben die abgewiesenen Asylsuchenden von 60 Franken Migros-Gutscheinen pro Woche. Sie dürfen nicht arbeiten und das Recht auf Bildung wird ihnen verweigert.

 

... werden im Rahmen der "Dynamisierung" Flüchtlinge mit verwaltungstechnischer Kälte durch den Kanton getrieben, bis sie ausreisen oder untertauchen. Jede Woche müssen sie ihre Unterkunft wechseln.

 

... werden Menschen monatelang eingesperrt aus dem einzigen Grund, dass sie sich ihr Recht auf Bewegungsfreiheit genommen haben und in die Schweiz gekommen sind.

 

... werden Illegalisierte mit Gewalt ausgeschafft.

 

... erledigen hunderttausende MigrantInnen in der Schweiz unter unwürdigen Bedingungen Drecksarbeit für die "besseren" Kreise in der Schweiz. Sie haben keine Rechte, denn sie haben keine Papiere.

 


Zeigen wir deshalb klipp und klar und öffentlich, dass wir diese Zustände nicht länger akzeptieren:

- Sofortige Abschaffung des Nothilferegimes und Aufhebung des Arbeitsverbots für abgewiesene Asylsuchende!

- Schluss mit den Ausschaffungen und der Ausschaffungshaft!

- Kollektive Regularisierung aller illegalisierten Menschen in der Schweiz!

 

Flyer Platzaktion
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Di

08

Dez

2009

Jahresabschlussessen

Jahresabschlussessen

Liebe Alle

Gerne möchte der Verein Bildung für Alle mit Euch das Jahr ausklingen lassen - dies mit feinem Essen und umgeben von lieben Menschen.

 

Am 11. Dezember 2009
Ab 18.30 Uhr
In der Autonomen Schule Zürich (ASZ)

Ringstrasse 57, Zürich-Oerlikon

(Tram 11 bis Bad Allenmoos)

 

Dresscode: Was für die obere Hälfte, was für die untere Hälfte
Mitnehmen: Was für ins Kässeli oder Heizöl oder sonst was Schönes

 

 

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Do

01

Okt

2009

Tage der offenen Türen

TAGE DER OFFENEN TÜREN IM SCHULHAUS ASZ

Vom Freitag 16. bis Sonntag 18. Oktober

Ein tolles Fest mit einem breiten Programm erwartet dich. Schau vorbei, mach mit!

  • Programmübersicht
  • Flyer und Poster zum Ausdrucken

Freitag, 16. Oktober 2009

  • 17:00 Cüplibar
    • Nachbarschaftsforum: Gemeinschaftliches Leben, Austausch und Zukunft der Ringstrasse 57.
    • Workshop: Kreatives Recyclen für gross und klein
      Wc-Rollen, Korkzäpfen, alte Cds usw..verwandeln sich in Spielsachen: Vehikel und Puppen, Petflaschen in Windrädli, Alubüchsen in Aschenbecher. Kinder und Erwachsene sind angesprochen, das wertvolle Abfall-Material wieder zu beleben und etwas nach den eigenen Bedürfnissen herzustellen. Am Sonntagnachmittag findet eine Ausstellung dieser Produkte statt.
  • 19:00 Volxküche
    • Offeriert von der ASZ und allen, die mithelfen
  • 21:00 Kino
    • Dimension Bomb
      Japan, 2007
      20 Min
      Regie: Kôji Morimoto
      Animation: Studio 4°C
      Teil der Studio°4C-Anthologie "Genius Party Beyond". Morimoto ist einer der bekanntesten Anime-Regisseure Japans und Mitbegründer von Studio 4°C. Er hat mehrmals mit Katsushiro Ôtomo ("Akira") gearbeitet, nicht zuletzt trug er den Kurzfilm "Magnetic Rose" zu dessen Anthologie "Memories" bei. Soundtrack von Juno Reactor.
    • Tekkonkinkreet
      Japan, 2006
      111 Min
      Regie: Michael Arias
      Animation: Studio 4°C
      Erste japanische Animations-Grossproduktion, bei dem ein Nicht-Japaner Regie geführt hat, basiert auf einem Manga von Taiyô Matsumoto aus 1994. Arias hat vor "Tekkon Kinkreet" längere Zeit in der japanischen Animation gearbeitet und hat für die Wachowski-Brüder "The Animatrix" produziert. Soundtrack von Plaid.

Samstag, 17. Oktober 2009

  • 14:00 Liveschaltung
    • Denkmal Die autonome Schule in Bern feiert ihr 4-Jahres-Jubiläum. Bis 18:00 sind wir live dabei - und sie bei uns.
  • 14:00 Workshops
    • Kreatives Recyclen für gross und klein
    • Inkscape 2
      Bei Inkscape handelt es sich um ein Vektorgrafikprogramm auf freier Basis. Dieser Kurs ist für Fortgeschrittene gedacht, die vielleicht auch schon den Kurs Inkscpae 1 absolviert haben.
    • Animationsfilm
      StopMotion in Nullkommanix)
  • 16:00
    • Anarchistische Anthropologie
      Der Kurs vermittelt einen ersten Überblick zu den zahlreichen Verbindungen zwischen Anarchismus (der Bewegung für eine herrschaftsfreie Gesellschaft) und der Sozial-Anthropologie (Wissenschaft des Menschen, auch Ethnologie oder Völkerkunde). Erstmals im deutschsprachigen Raum werden die neuesten Erkenntnisse aus der anarchistisch-anthropologischen Aktionsforschung präsentiert. Es wird versucht, eine praktische Theorie, bzw. eine Theorie der Praxis zu entwerfen, welche den autoritären Strukturen der Universitäten verborgen bleibt. Ziel ist es, einige nützliche 'Begriffs-Werkzeuge' für im Alltag auftauchende Problemstellungen anzufertigen.
  • 17:00
    • Gimp
      Einführung das freie Bildbearbeitungsprogramm, eigener Laptop erwünscht
  • 18:30 Volxküche
  • 20:00 Konzerte
    • Prader & Knecht
      Folkduo aus Zürich Myspace
    • Annaheim
      Country/Folk aus Zürich
    • Niels Van Der Waerden's Garten der Sehnsucht
      Klassenkampfcabaret
  • 24:00 Workshop:
    • Nächtliche Lesegruppe
      bei Kerzenlicht werden mitgebrachte Lieblingzitate gelesen und besprochen

La Cucaracha

  • 23:00 Soliparty in der Kalkbreite für 5.- Eintritt elektroshit, synthiewave, 80s-lolipop, indyrap, postpunk, (5.- Eintritt)
    • Djs Ulla und Tischlampenfieber
    • Pistol Pete
    • Live Drum n Bass Session
    • Guests

Sonntag, 18. Oktober 2009

  • 12:00 Mitbringbrunch
    • mit Live-Begleitmusik in Salon-Manier
  • 14;00 Kreatives Recyclen für gross und klein
  • 15.00 offene Jam-Session
  • 15:00 Workshop
    • Capoeira
      Die afro-brasilianische Kampfkunst ist aus der Widerstandsbewegung der westafrikanischen Sklaven gegen die Kolonialmächte in Brasilien entstanden. Der historische Hintergrund ist noch heute nicht nur in den Liedern der Capoeira stark präsent und lebt weiter. Der Workshop ermöglichgt dir, die Kampfkunst zu „beschnuppern“ und zu erfahren, wie sich Kampf, Tanz und Musik spielerisch vereinen. Durchgeführt wird er von Instrutor „Macarrão“ aus der Gruppe Capoeira União. Der Workshop ist offen für jung und alt, Anfänger und Fortgeschrittene.
  • 17:00 Yoga
  • 19:00 Kleinkunstbühne
  •          Duo Punkt geht lernen
    • Poetisches Bewegungstheater
    • Pantomime
    • Theater der Unterdrückten
      Während vier Tagen erarbeitet eine Theaterpädagogin nach der Methode von Augusto Boal mit TeilnehmerInnen und AkteurInnen in der dramatischen Handlung sowie im realen Leben. eine Form, die an diesem Abend präsentiert wird. Das Theater der Unterdrückten umfaßt eine Vielzahl von Übungen, Spielen und Theatertechniken, deren Ziel es ist, dem Theater eine neue Dimension zu verleihen und es in ein Instrument zum Verständnis und zur Suche nach Lösungsmöglichkeiten für gesellschaftliche und zwischenmenschliche Probleme zu verwandeln.

Begleitendes

  • Bar
    Was zu trinken gibts natürlich auch
  • Schulhaus/Wand bemalen
    Es hat Platz zu malen und Farbe solange Vorrat. Sicherheitshalber darfst du dein eigenes Malmaterial mitnehmen.
  • Spiel und Sirup
    Kinder willkommen! Neben verschiedenen Spielen: Büchsenschiessen, Hüpf -und Steinspielen, gibt es eine Sirupbar für alle Kinder und die, die es wieder geworden sind. In der Kreativ-Ecke können Kinder malen und sich ihr Lieblingsspielzeug selber basteln.
  • Nähatelier Wir wollen gemeinsam die Schule bunter machen und nähen soviele "Fähnchen" wie möglich, die dann später einen grossen Patchwork- Vorhang ergeben sollen. Wir stellen Euch Stoff und Nähmaschinen zur Verfügung und natürlich wird Euch eine kleine Einleitung in die Welt der Nähmaschinen gegeben. Jeder ist willkommen, der schon immer mal mit Stoff etwas gestalten wollte und wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr noch mehr Stoff mitbringen könntet.
  • Dokufilme: Libertäre Projekte in Zürich
  • Tombola mit Immergewinn
  • Infostände
    • Bleiberecht
    • Bildung für Alle
    • RepRap (open Source 3D Drucker)
    • Chaos Computer Club Zürich
    • ASZ- Geschichte
    • FOSS-Netzwerke in Kamerun
Poster I
Poster zum Tag der offenen Tür der ASZ.
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Poster II
Poster zum Tag der offenen Tür der ASZ
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Flyer
Flyer der Tage der offen Tür an der Autonomen Schle Zürich
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Festprogramm
Festprogramm der Tage der offenen Türen an der ASZ
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Do

24

Sep

2009

Ausschaffung von María Denniz Diaz und Inhaftierung ihres Sohnes

Neue Menschen- und Kinderrechts-Verletzung durch die

Migrations- und Asylpolitik der Schweiz


Maria Dennis Diaz Montana, geb. 05.12.1965 und Juan Jacobo Montana Diaz, geb. 17.12.1991, beides kolumbianische Staatsangehörige.

Beide kamen damals zusammen mit dem Vater von Juan und Ehemann von Dennis Anfang März 1998 in die Schweiz, wo sie ein Asylgesuch einreichten, weil der Vater der Familie politisch verfolgt wurde. Diese Verfolgung wurde seitens des BFF (heute BFM) nicht anerkannt und das Asylgesuch wurde mit Verfügung vom 29. Juni 2000 abgelehnt. Die damalige Schweizerische Asylrekurskommission lehnte die Beschwerde gegen diese Verfügung mit Urteil vom 4. August 2000 ab. Der Vater trennte sich von Dennis und verliess die Schweiz, um weiterzuflüchten; Dennis und Juan tauchten unter.


Nun wurde die Mutter nach Kolumbien deportiert und der Sohn befand sich in Aussaffungshaft.

  • Hintergründe
  • Offener Brief der Mutter
  • Pressemitteilung von Bleiberecht


Neue Menschen- und Kinderrechts-Verletzung durch die Migrations- und Asylpolitik der Schweiz

 

Maria Dennis Diaz Montana, geb. 05.12.1965 und Juan Jacobo Montana Diaz, geb. 17.12.1991, beides kolumbianische Staatsangehörige.

Beide kamen damals zusammen mit dem Vater von Juan und Ehemann von Dennis Anfang März 1998 in die Schweiz, wo sie ein Asylgesuch einreichten, weil der Vater der Familie politisch verfolgt wurde. Diese Verfolgung wurde seitens des BFF (heute BFM) nicht anerkannt und das Asylgesuch wurde mit Verfügung vom 29. Juni 2000 abgelehnt. Die damalige Schweizerische Asylrekurskommission lehnte die Beschwerde gegen diese Verfügung mit Urteil vom 4. August 2000 ab. Der Vater trennte sich von Dennis und verliess die Schweiz, um weiterzuflüchten; Dennis und Juan tauchten unter.


Immer wieder hat Dennis versucht, ihren Aufenthalt in der Schweiz zu regularisieren, zuletzt mit einer Wiedererwägung vom 3. Oktober 2007, respektive der Beschwerde vom 23. Februar 2008. Alle juristischen Interventionen blieben erfolglos. Ein Härtefallgesuch ist in ihrem Fall nicht möglich, da der Härtefall ber Art. 14.2 AsylG geregelt wurde und dort muss der Aufenthalt den Behörden immer bekannt gewesen sein.


Juan wurde anlässlich des Fussballmatchs am Dienstag dieser Woche verhaftet; Dennis am Donnerstagmorgen früh in ihrer Wohnung.
Der Anwalt hat sich am 18.9.09 beim zuständigen Sachbearbeiter des Migrationsamts über den Stand der Situation erkundigt; dort wurde ihm gesagt, dass noch nichts entschieden sei.
Am Samstag 19. 09, als die Sans Papiers Anlaufstelle Zürich, SPAZ, Dennis im Polizeigefängnis der Kaserne besuchte, wurde ihnen durch den Sachbearbeiter der Kantonspolizei eröffnet, dass für Dennis ein Flug am Sonntag, den 20. September 09 gebucht worden sei.


Offenbar wurde am Freitag 18. 09., trotz anderslautender Auskunft gegenüber dem Anwalt, eine formlose Wegweisung gegenüber Dennis eröffnet.
Die SPAZ hat am Samstag 19.09 per Fax an das Migrationsamt und die Kantonspolizei einen Antrag auf eine beschwerdefähige Verfügung betreffend Wegweisung und auf eine unverzügliche Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung sowie auf eine aufschiebende Wirkung des Vollzugs der Wegweisung bis zum Entscheid über die Wegweisung verlangt.


Die separate Ausschaffung von Dennis und die damit erfolgte Trennung von ihrem minderjährigen Sohn widerspricht Art. 9 der Kinderrechtskonvention und Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention.


In ihren 12 Jahren des nicht geregelten Aufenthalts in der Schweiz hat Dennis eindrücklich gekämpft, ein Kind grossgezogen und sich nie etwas zuschulden kommen lassen. Dennis hat sich an verschiedenen solidarischen und politischen Aktivitäten beteiligt. Vor kurzem haben Dennis und Juan Jacobo im Lauf gegen Rassismus am 13. September teilgenommen, wo sie neben der Stadtpräsidentin Corine Mauch, der SP-Stadtratskandidatin Claudia Nielsen und dem CVP-Stadtrat Gerold Lauber, liefen.


Ein paar Tage später, nehmen die unter einer SP Politikerin stehenden Sicherheitskräfte und das unter CVP Politikern stehende Migrationsamt Dennis von ihrem Kind weg und sperren sie und das Kind ein, obwohl sie gar kein Verbrechen begangen haben. Der Fall von Dennis und Juan Jacobo ist keine Ausnahme in der Migrations- und Asylpolitik der Schweiz und besonders des Kantons Zürich. Der Ausschaffungsknast in Kloten und die Kaserne in Zürich sind von unschuldigen Menschen zum Bersten voll.


Mit ihrer Migrations- und Asylpolitik verletzt die Schweiz ständig die Menschenrechte, die sie in der ganzen Welt verteidigen will. Mit ihrer Politik und ihren Sicherheitskräften bedrängt die Schweiz viele Menschen mit Terror, versetzt sie in Angst und beraubt sie jeder Hoffnung auf ein würdiges Leben.
ES REICHT! Wir wollen keine Ungerechtigkeit mehr! Fertig mit dem staatlichen Terror! Kein Ausschaffungsknast mehr! Freiheit für Dennis und Juan Jacobo. Freiheit für alle illegalisierten MigrantInnen!

Brief der Mutter
Offener Brief der Mutter vom 22. September 2009 aus Kolumbien
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Pressemitteilung Maria Dennis
Pressemitteilung des Bleiberechts über die Ausschaffung von María Dennis Diaz (44) und die Inhaftierung
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Di

01

Sep

2009

Keine Deutschkurse mit N-Ausweis

KEINE DEUTSCHKURSE FÜR MENSCHEN MIT N-STATUS?

Die Asyl Suchenden mit Status N werden schon bevor ihr Gesuch "geprüft" wurde zu Sans Papiers "ausgebildet". Hier nur die zwei höflichsten Antworten, nachdem wir die Asylzuständigen der Gemeinden für Tickets anfragten:


Guten Tag Herr Sandmann*,
wir sind dem Deutschunterricht für Asylsuchende in U. angeschlossen.

Sobald es freie Plätze hat, können die Asylsuchenden aus F. da teilnehmen.
Um kein Präjudiz zu schaffen, können wir Herrn Ali Baba keinen 9-Uhr-Pass bezahlen. Wir haben Zig-Asylsuchende und müssen alle gleich behandeln.

Freundliche Grüsse
Asylkoordination F.
B.Merlinger

 

Sehr geehrter Herr Sandmann,
Herzlichen Dank für Ihre Mail und Euer Engagement bezüglich der kostenlosen Deutschkurse.
Leider ist es im Fall von Ahmed Lahnet so, dass er einen N-Ausweis hat und wir deshalb keine Tickets für Deutschkurse finanzieren können. Die einzige Möglichkeit besteht darin, dass Herr Ahmed Lahnet sein Taschengeld spart, um sich ein Ticket zu kaufen. Ich werde ihn nächste Woche informieren.
Freundliche Grüsse
Christina Glöggli

 

*alle Namen geändert und Ortschaften gekürzt

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NZZ - 19. August 2009, Seite 49

«Ich muss dulden, was nicht verboten ist»

Hollenstein zum Kurs für Sans-Papiers

 

Rund 30 (Anmerkung: Inzwischen rund 90) Sans-Papiers besuchen momentan einen Deutschkurs in einem ausgedienten Zürcher Schulhaus. Am Montag sagte Sicherheitsdirektor Hans Hollenstein gegenüber dem Schweizer Fernsehen, er wolle den Kurs dulden. Dies ändere nichts an der Ausreisepflicht der Kursteilnehmenden.

 

Herr Hollenstein, ist die Duldung des Deutschkurses für Sans-Papiers ein Signal zur Aufweichung der strengen Zürcher Praxis gegenüber Personen ohne Bleiberecht?

Hans Hollenstein: Ich muss dulden, was nicht verboten ist. Verboten ist es, einer Ausländerin oder einem Ausländer den rechtswidrigen Aufenthalt zu erleichtern. Das ist nicht der Fall, denn der Kursbesuch ändert nichts an der Rechtswidrigkeit der Anwesenheit dieser Personen.

(mehr siehe PDF)

«Ich muss dulden, was nicht verboten ist»
Hollenstein zum Kurs für Sans-Papiers
NZZ - 19. August 2009, Seite 49
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Tagesanzeiger vom 17.8.2009

Hollenstein duldet Deutschkurse für Sans-Papiers

Rund 30 Sans-Papiers (Anmerkung: Inzwischen sind es rund 90!) haben am Montag in Zürich einen Deutschkurs begonnen. Der Zürcher Sicherheitsdirektor will nicht einschreiten.

Unentgeltlich erhalten sie künftig in einem ausgedienten Schulhaus dreimal wöchentlich Unterricht, wie «Schweiz aktuell» von Schweizer Fernsehen SF Berichtete. Hinter der Organisation der «Autonomen Schule Zürich» steht das Bleiberecht-Kollektiv. Es hatte vergangenen Winter die Besetzung der Zürcher Predigerkirche organisiert, um auf die Anliegen der Sans-Papiers aufmerksam zu machen. Die Deutschstunden finden in einem ausgedienten Schulhaus statt, das seit einiger Zeit besetzt ist.

Medienmitteilung zur

EINFÜHRUNG DER HÄRTEFALLKOMMISSION AM 1. SEPTEMBER 2009

 

Am 1. September 2009 hat die Härtefallkommission ihre Arbeit formell aufgenommen. Das Bleiberecht wird die Tätigkeit der Kommission sehr aufmerksam verfolgen, verspricht sich aber durch ihre Einführung kaum Verbesserung für die unerträgliche Situation der Sans-Papiers im Kanton Zürich. Die Härtefallkommission ist auf einem Widerspruch aufgebaut, da sie sich gemäss Verordnung aus Fachleuten und nicht politischen Vertretern zusammensetzt, aber sehr schnell ins Kreuzfeuer politischer Kontroversen geraten wird und somit politische Entscheidungen wird fällen müssen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kirchen- und Hilfswerkvertreter, aus welchen die Kommission unter anderem zusammengesetzt sein wird, lavieren, wenn es darum geht, sich auch auf politischer Ebene für die Schwächsten einzusetzen. Für die Sans-Papiers wird sich kaum etwas ändern. Hoffnung besteht einzig, dass die Kommission die bisherigen willkürlichen Kriterien des Zürcher Migrationsamtes zur Zulassung als Härtefall fairer gestaltet. Die Kriterien waren bisher so restriktiv, dass letztes Jahr kein einziger Härtefall zugelassen wurde. Realistische Zulassungskriterien zu entwickeln wird nun in der Verantwortung der Härtefallkommission liegen. Das Bleiberechtkollektiv möchte betonen, dass die Schaffung der Härtefallkommission die Misere im Asylwesen im Kanton Zürich nur geringfügig zu verbessern vermag. Das Schweizerische Migrationsrecht hat zum Ziel, das Leben von Menschen, die auf der Suche nach einem menschenwürdigen Dasein in die Schweiz geflüchtet sind, so hart wie nur möglich zu gestalten. Härtefalle zu kreieren ist das Ziel der Schweizerischen Migrationspolitik. Eine Härtefallkommission hat die zynische Aufgabe, zwischen harten und noch härteren Fällen zu unterscheiden. Nur eine kollektive Regularisierung, wie sie in anderen europäischen Ländern erfolgreich durchgeführt wurde, kann aus Härtefällen Menschen und aus Nothilfebezüger Steuerzahler machen. Flucht ist kein Verbrechen! Bleiberecht für Alle!

Kontakt: alle@bleiberecht.ch

Solidaritätsparty für Deutschkurse

Das Soli-Fest war ein grosser Erfolg!

  • Wunderbares Essen
  • Super Life-Bands und DJs
  • Tolle Stimmung
  • Zahlreiche Gäste
  • Fotos: siehe "Album"

 

 

Schweinegrippe mit Senf

TIPPS UND INFORMATIONEN ZUR NEUEN GRIPPE A/N1H1

Gepostet by Bildungsdirektion Kanton Zürich und Asyl Organisation Zürich

Pfnüsel
Wie man sich die Hände waschen soll und wie man richtig niesst.
In 12 Sprachen!
Infos Schweinegrippe.pdf
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Verein Bildung für Alle

8048 Zürich

info@bildung-fuer-alle.ch

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