Do
07
Jan
2010
Gewaltsame Räumung der Autonomen Schule Zürich
Solidarität mit dem Verein "Bildung für Alle" und der Autonomen Schule Zürich (ASZ)
ÜBER 750 UNTERSCHRIFTEN GEGEN RÄUMUNG !!!
Vom 10. Januar bis am 4. Februar hat die Autonome Schule Zürich (ASZ) und der Verein "Bildung für Alle" onlie Unterschriften gesammelt. Über 750 Privatpersonen, Organisationen und Parteien haben sich dem Protest gegen die überraschende und gewaltsäme Räumung der ASZ vom 7. Januar 2010 angeschlossen.
Massiver Polizeieinsatz gegen autonome Bildungsinitiative
Am 7. Januar 2010 wurde die Autonome Schule Zürich vollig überraschend gewaltsam durch ein massives Polizeiaufgebot geräumt. Die fadenscheinige Begründung der Stadt Zürich für die Räumung: Es habe ein Sicherheitsrisiko bestanden aufgrund einer illegal verlegten Stromleitung.
Polizeisprecher Marco Cortesi behauptet, die BesetzerInnen hätten sich geweigert, auf Verhandlungen betreffend einer offiziellen, provisorischen Stromversorgung einzugehen. Fakt ist aber, dass die AtivistInnen sich seit Anbeginn der Besetzung um eine solche Stomversorgung bemühten und sich diese Bemühungen auch durch reichlichen Mailaustausch belegt werden können. Die Versprechen wurde seitens der Stadt nicht eingehalten. Ebenso wenig wurde die Zusischerung eingehalten, dass die ASZ bis im Sommer die Räumlichkeiten des Schulhauses Allenmoos II nutzen könne.
Das Verhalten der Statd Zürich grenzt an eine Frechheit!
Einmal mehr wird ein selbstverwaltets Bildungsprojekt durch rohe Staatsgewalt stark beeinträchtigt.
Die AktivistInnen der ASZ und des Vereins Bildung für Alle sowie die rund 100 Teilnehmenden der Deutschkurse stehen nun auf der Strasse. Nichtsdestotrotz gehen die Kurse des Vereins Bildung für Alle am Montag 11. Januar weiter.
ausführliche Beschreibung der Abläufe und Hintergründe
MedienmitteilungderAutonomenSchule Züric
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Symbolische Besetzung des Schulhauses Wengi
Nach der völlig überraschenden, gewaltsamen Räumung der ASZ gestern Mittag wurde eine spontane Sitzung einberufen. Konsens der Sitzung war die von Anfang an als symbolisch intendierte (entgegen
Berichten der SDA) Besetzung des Schulhauses Wengi (welches ebenfalls entgegen der Meldung der SDA nicht leer stand).
Ziel der Aktion war ein lautstarkes Zeichen gegen das hinterhältige Vorgehen der Stadt Zürich zu setzen, welches wir klar als politischen Anschlag auf unser selbstverwaltetes Bildungsprojekt
verstehen und nicht, dort tatsächlich Räume zu längerfristig zu beanspruchen. Nicht zuletzt darum, weil es in keinster Weise unserer Absicht entspricht, ein niederschwelliges Integrationsangebot
für Jugendliche negativ zu beeinträchtigen - ein solches ist nämlich in den Räumen des Schulhauses Wengi projektiert.
Darum haben wir die Liegenschaft auch wieder verlassen, nachdem uns zugesichert wurde, dass wir unbehelligt von dem massiven Polizeiaufgebot wieder abziehen können.
Die Deutschkurse starten am Montag wieder wie geplant. Solange auf unsere Forderung nach einem selbstverwalteten Raum nicht eingegangen wird, werden weitere vielfältige Aktionen
folgen.
6 Kommentare
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#1
Die SchülerInnen der künftigen Zeitschrift "Zéro de conduite", die bald u.a. an der KSOe erscheint, pflichten den BesetzerInnen ihre Solidarität bei! Keine Macht der Repression!
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#2
Ganz herzlichen Dank für eure Solidarität!!!
Freie Bildung für Alle -
#3
Wir vom Solidaritätsnetz Zürich verurteilen die Räumung des Schulhauses Allenmoos II am 7. Januar 2010. Es darf nicht sein, dass diese Bildungsmöglichkeit für Sans-Papiers und Asylsuchende mit einer vorgeschobenen Begründung zerstört oder aber zumindest massiv behindert wird. Einmal mehr zeigt sich klar, dass Bildung und die damit verbundene Würde und Integration mit allen Mitteln verhindert werden sollen. Wir hoffen und bieten unsere Unterstützung an dafür, dass so bald wie mögich neue Orte gefunden und eingerichtet werden, damit der Betrieb weitergeht.
Käthi Hermann und Séverine Vitali -
#4
Vielen Dank für die Unterstützung!
A luta continua -
#5
ihr interpretiert die action so, aber das schulhaus wengi steht doch zu einem grossteil leer. und logisch bestand die forderung nach räumen im schulhaus wengi.
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#6
falls ihr bis mitte februar (ende gessnerallee) keine räume habt, dürfen wir uns sehr gerne darüber unterhalten, ob ein betrieb der autonomen schule im cabaret voltaire umsetzbar ist.


